Der Orientalische Tanz

Die Anfänge des orientalischen Tanzes 

 
Aufgrund von z.B. Höhlenmalereien glaubt man, dass es bereits lange v.Chr. einfache Tänze bei den Völkern Nordafrikas gab. Zuerst erschien der Tanz eher akrobatisch, dann veränderte er sich wahrscheinlich im Laufe der Zeit. Später war der Tanz nicht gerne gesehen, entwickelte sich aber dennoch weiter. Durch die Weltausstellung 1893 in Chicago kam der O. Tanz nach Amerika. (Quelle: Das Bauchtanzbuch, Dietlinde Karkutli)

Warum  „Orientalischer Tanz“ und nicht „Bauchtanz“?
Man spricht im arabischen von „Raks Sharqi“, dies heißt übersetzt „Tanz des Ostens“ oder „Tanz des Orient“. Wir benutzen deshalb den Ausdruck "orientalischer Tanz", da man die Bezeichnung "Bauchtanz" oder "Bellydance" leider oft als abwertend interpretiert.
 
Der orientalische Tanz  „Heute“
Der orientalische Tanz hat sich seit seinen Anfängen ständig weiter entwickelt. In den letzten 30 Jahren haben sich außerdem in den USA und Europa viele neue Stile entwickelt. Z.B. American Tribal Style, Fusion, Oriental – Fantasy. Unter Fusion versteht man die Vermischung des O.Tanzes mit z.B. indischen, asiatischen, südamerikanischen Einflüssen oder mit Bewegungen aus Street-Dance,  Hip-Hop usw. Bei den orientalischen Fantasie-Tänzen benutzen wir z.B. Accessoires  wie ISIS-Wings, Schleier, Kerzen, Säbel und vieles mehr. Außerdem sind wir hier nicht an bestimmte Musik, Kleidung, Stile und Technik gebunden. Auch hier finden wir Einflüsse aus Ballett, Jazz, Modern Dance usw. Wir unterteilen den O. Tanz in antike, folkloristische, traditionelle, klassische, moderne/Fantasy, Tribal und Fusion Stile. Der klassisch orientalische Tanz ist der Tanz den die meisten von uns als Bauchtanz kennen.
 
Ziele
Es wäre schön, wenn der Orientalische Tanz als Tanzkunst viel mehr Anerkennung finden könnte. Dies können wir durch qualitativ hochwertigen Unterricht und unter Berücksichtigung gesundheitlicher Aspekte erreichen. Wir können ihn als Therapie einsetzen,  z.B. als sanftes Beckenbodentraining, zum Stressabbau, zur Entspannung, Abbau von Ängsten, Konzentrationstraining,  Außerdem  stärkt er das Selbstbewusstsein und Körperbewusstsein und fördert das Rhythmusgefühl. Deutsches Tanzsportabzeichen: seit einiger Zeit bietet der DTSV die Möglichkeit, das Deutsche Tanzsportabzeichen im orientalischen Tanz zu erwerben.
 
Unterricht
Das wesentliche Merkmal des orientalischen Tanzes ist die Isolation. Isolation bedeutet, wenn sich zwei Körperzentren gleichzeitig aber unabhängig voneinander bewegen können. Wir erlernen unter Berücksichtigung der Grundhaltung wie die einzelnen Grundbewegungen durch z.B. Bewegung der Knie oder Anspannung und Entspannung der verschiedenen Muskeln  entstehen, desweiteren lernen wir verschiedene Bewegungen zu kombinieren und gleichzeitig aber unabhängig voneinander auszuführen. Komplexere Bewegungen werden über einen längeren Zeitraum in einzelnen Schritten erlernt und später zusammengefügt. Um nicht durch zu viel Techniktraining den Spaß am O. Tanz zu verlieren verbinden wir die erlernten Bewegungen rasch zu kleinen Kombinationen und später zu ersten Choreographien, denn wir wollen ja tanzen und nicht nur auf  der Stelle stehen. Später verwenden wir noch z.B. Schleier, Zimbeln usw. und üben auch freies Tanzen. Außerdem beinhaltet der Unterricht ein Warm Up und ein Cool Down.
 
Der O. Tanz bietet mehr Möglichkeiten sich im Tanz auszudrücken, als jeder andere Tanz. Er wird nie langweilig und ist immer abwechslungsreich.